Würdevolle Grabpflege – 25 Dinge, die du darüber wissen musst!

Grabpflege - Wald im Herbst

Liebevoll gestaltete Grabmäler sind die letzten Ruhestätten uns nahestehender Personen. Sie sind Orte des Trauerns aber auch Plätze der Erinnerungen und des Trostes. Nimmt eine geliebte Person Abschied, müssen sich ihre Angehörigen, trotz ihres tiefen Schmerzes, Gedanken um ein würdevolles Begräbnis machen. Erfahren Sie, wie Sie eine Ruhestätte mit Personalität erschaffen, die richtige Grabpflege betreiben und wer dabei Hilfestellung leistet

Für Menschen auf der Suche nach der perfekten Grabgestaltung

Perfektionismus hinsichtlich der Gestaltung des Grabes geht weit über die willkürliche Pflanzen- und Grabsteinwahl hinaus. Erst wenn es gelingt, dass die letzte Ruhestätte das Antlitz des Verstorbenen widerspiegelt, kann von perfekter Umsetzung gesprochen werden. Personalität wird durch das Aufgreifen von individuellen Eigenschaften hergestellt.

Symbolik kann sich beispielsweise in der Wahl der Pflanzen ausdrücken, die in der nonverbalen Blumensprache bestimmte Aussagen treffen. Mit ihnen kann deutlich gemacht werden, in welchem Verhältnis der Verstorbene und der Angehörige zueinander standen. Auch die Lieblingsblume des Verstorbenen kann Platz auf dem Grabmal finden und ihm Ehrwürdigkeit zollen. Eine bestimmte Anordnung der Pflanzen sowie deren Farben sind darüber hinaus stellvertretend für die Abbildung der Lebensweise und der Vorlieben des Verstorbenen.

Mit jener Bepflanzung sollte ein Grabstein aus passendem Material, in einer angemessenen Form und mit ausgewählten Schrifteigenschaften optisch harmonieren. Auch Lampen, Laternen und spezielle Dekosteine mit herzlichen Sprüchen setzen detaillierte Akzente und übermitteln dem Verstorbenen eine liebevolle, persönliche Botschaft.

So findest du den passenden Grabstein!

Eines der persönlichsten Elemente eines Grabes ist der Grabstein mit seinen individuellen Komponenten. Er variiert in seinen Beschaffenheiten hinsichtlich des Materials, der äußeren Form und der aufgetragenen oder eingravierten Schrift beispielsweise in Bronze oder Edelstahl. Diese Eigenschaften sollten die Persönlichkeit des Verstorbenen abbilden. Der Naturstein wie Marmor, Sandstein und Granit ist die häufigst gewählte Materialart und überzeugt mit seinen witterungsbeständigen und langlebigen Eigenschaften. Er lässt sich darüber hinaus gut bearbeiten und ermöglicht viele Gestaltungsmöglichkeiten, die über die Schaffung konventioneller Grabsteine hinausgehen. Ein steinernes Buch, ein Herz oder ein Fels sind nur wenige der umsetzbaren Optionen.

Auf dem Stein werden anschließend der Name, das Geburts- und Todesdatum des Verstorbenen verewigt, auf Wunsch sogar in seiner eigenen Handschrift. Auch persönliche Bilder, Symbole oder Motive wie Blumen können den Grabstein zieren. Dies macht deutlich, dass aufgrund der Verschiedenartigkeit der Menschen kein Stein dem anderen gleichen darf.

Was bedeutet Grabpflege?

Grabpflege - Ein ungepflegtes Grab

Die Pflege des Grabes umfasst alle allgemeinen Arbeiten, die bedeutend für die Grabgestaltung und -Erhaltung sind. Um dem Friedhofsbild zu entsprechen, sind die Angehörigen beziehungsweise der Pfleger des Grabes verpflichtet, die letzte Ruhestätte des Verstorbenen dauerhaft in einem optisch ansprechenden und würdigen Zustand zu erhalten.

Unter der Beachtung der jeweiligen, regionalen Bestimmungen zur Pflege des Grabes wird ein Ort des Gedenkens geschaffen, welchen nicht nur Angehörige besuchen. Auch Spaziergänger genießen die Ruhe des Friedhofs und erfreuen sich über die prächtig gestalteten Grabmäler und die farbenfrohen Bepflanzungen. Ein Grab richtig zu pflegen liegt somit im Interesse aller. Die Pfleger des Grabes sollten sich deswegen im Vorfeld bei der Friedhofsverwaltung informieren, welche Regelungen für dessen Gestaltung festgesetzt sind. Somit werden bereits im Voraus offene Fragen geklärt und Missverständnisse vermieden.

Was beinhaltet Grabpflege?

Grabpflege - Wie pflegt man ein Grab?

Die jahreszeitliche Neubepflanzung sowie die Befreiung der Ruhestätte von übermäßigem Pflanzenwuchs gehört zur Pflege des Grabes. Auch die Versorgung der Gewächse mit Wasser und Dünger und das Entfernen von Unkraut ist ihr Bestandteil. Hat sich das Grab abgesenkt sollte die Einfassung der Grabsteinbefestigung überprüft und gegebenenfalls erneuert werden. Besonders im Herbst muss ferner herabfallendes Laub entfernt werden. Vor Einbruch des Winters sollten Angehörige oder Gärtner das Grab mit Gestecken und Kränzen schmücken. Üblich ist auch das Aufstellen von Pflanzenschalen mit Wintergrün. Diese Arbeiten fallen in der Regel ausschließlich bei Wahl- und Reihengräbern an und variieren je nach Grad der Aufwendigkeit des Grabes. Möchten Angehörige oder Gärtner den Aufwand der anfallenden Arbeiten möglichst gering halten, kann dem mit pflegeleichten Pflanzen und einer einfach gehaltenen Grabgestaltung entsprochen werden.

Wie pflegt man ein Grab?

Wird die Pflege des Grabes durch Angehörige des Verstorbenen übernommen, müssen diese bereits im Vorfeld einige offene Fragen klären. Sie müssen sich zunächst darüber informieren, wann nach der Beisetzung die Erstbepflanzung erfolgen kann, welche Erde verwendet und welche Pflanzen auf das Grab gesetzt werden dürfen.

Je nach Art und Aufwand der Grabgestaltung wird eine individuelle Pflege nötig, die unter Umständen zeitaufwendig ausfallen kann. Die Angehörigen sollten deswegen die Bedürfnisse der saisonalen Pflanzen sowie den Standort der Bepflanzung, die Bodenbeschaffenheiten, die erforderliche Bewässerung und das eventuell notwendige Kürzen stets im Auge behalten, um für ein harmonisches Grabbild zu sorgen.

Können die Angehörigen nur wenig Zeit in die Pflege des Grabes investieren, können sie externe Hilfe in Anspruch nehmen. Andernfalls sollten sie auf pflegeleichte Pflanzen und Gestaltungen zurückgreifen, die keineswegs langweilig oder ungepflegt aussehen müssen. Durch das Einholen von Informationen zur Realisierung einer pflegeleichten Grabstätte ist das tägliche Erscheinen vor Ort nicht notwendig.

Bei diesen Bestattungsformen müssen Sie das Grab pflegen

Ob die Pflege eines Grabes überhaupt vorgenommen werden muss, entscheidet vor allem die Art der im Voraus gewählten Bestattung. Sie bestimmt den jeweiligen Pflegeaufwand, der bei manchen Gräbern sogar ganz entfällt.

Entscheiden sich Angehörige für eine Erdbestattung in einem Wahl- oder Reihengrab ist künftig von einem größeren Arbeitsumfang auszugehen. Auch bei der Feuerbestattung ist der nachfolgende Pflegeaufwand zu berücksichtigen. Wird die Asche des Verstorbenen zwar in einer Urne aufbewahrt, aber nur in einem Wiesengrab beigesetzt fällt für die Angehörigen keine künftige Grabarbeit an. Findet die Beisetzung anonym statt und wird auch die Grabstätte demgemäß gestaltet, entfällt der Pflegeaufwand ebenfalls völlig. Dasselbe gilt bei der Waldbestattung, da die Natur die Grabstätte bereits ausreichend schmückt. Ist das Meer die letzte Ruhestätte wird auch keine Grabpflege notwendig.

Wie oft muss Grabpflege gemacht werden?

Grabpflege - Wählen Angehörige Kies satt Erde schmälern sie den Plegeaufwand ebenfalls erheblich.

Für Angehörige kann sich der Pflegeauftrag eines Grabes, besonders wegen der saisonalen Wechselbepflanzung, als sehr zeitaufwendig erweisen. Sie bevorzugen deswegen eine pflegeleichte aber dennoch schön anzusehende Grabgestaltung.

Die Wahl der Bepflanzung bestimmt in großem Maße wie viel Zeit für deren Pflege aufgewendet werden muss. Einige Pflanzen sind auch im Sommer in der Lage, mehrere Tage ohne Wasser auszukommen. Langsam wachsende Pflanzen benötigen ebenfalls nicht täglich Pflege.

Wählen Angehörige Kies satt Erde schmälern sie den Plegeaufwand ebenfalls erheblich. Ein weiterer positiver Aspekt dabei ist, dass das Wachstum von Unkraut und Moos erschwert wird, was wiederum weniger Arbeit bedeutet. Auch Rindenmulch verhindert das Aufkommen unerwünschter Unkrautarten. Die oftmals angepflanzten Bodendecker, die sich über den Untergrund komplett ausbreiten, sollten überlegt auswählt werden, denn sie wuchern häufig und müssen zurückgeschnitten werden.

Eine allgemeine Aussage, wie oft ein Grab gepflegt werden muss, ist im Hinblick der unterschiedlichen Bedürfnisse der Pflanzen also nicht möglich. Die Angehörigen sollten hingegen nach Typus, Witterung und Erscheinungsbild entscheiden, wie groß die jeweiligen Pflegeintervalle gewählt werden müssen.

So findest du die passende Erde für die Grabstätte!

Die notwendige Erde für das Grab wird von den Bedürfnissen der Pflanzen vorgegeben. In der Regel reicht normale Blumenerde aus, allerdings findet auch spezielle Graberde, versetzt mit Torf, Verwendung. Diese ist nicht nur schwerer als gewöhnliche Blumenerde, sondern auch dunkler in ihrer Farbe. Aus optischen Gründen greifen Hinterbliebene gern auf diese zurück.

Weist der Boden viel Sand auf, was ein schnelles Versickern des Wassers verursacht, muss er mit Erde versetzt werden. Ebenfalls ungeeignet zur Bepflanzung ist lehmhaltiger Boden. Dieser muss mit Sand und Splitt angereichert werden, um den Boden wasserdurchlässig zu machen und gute Bedingungen zur Bepflanzung zu schaffen.

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist darüber hinaus untersagt. Die Düngung der Erde mit organischem und mineralischem Dünger, wie der Kompost, ist hingegen anzuraten und erlaubt.

Für Menschen auf der Suche nach pflegeleichten Pflanzen

Grabpflege - Können Angehörige nur wenig Zeit in die Pflege der Pflanzen investieren, sollten sie mehrjährige Bodendecker wählen.

Können Angehörige nur wenig Zeit in die Pflege der Pflanzen investieren, sollten sie mehrjährige Bodendecker wählen. Efeu, Bruchkraut und Immergrün sind Vertreter, die den pflegeleichten Ansprüchen gerecht werden. Sie verhindern das Wachsen von Unkraut, sind darüber hinaus winterhart und ersparen den Hinterbliebenen die Kosten der ständigen Neubepflanzung. Andere Gewächse und Blumen sind mit Blick auf die Bodenbeschaffenheiten sowie auf weitere Wachstumsbedürfnisse auszuwählen.

Angehörige sollten von Pflanzen absehen, die viel Wasser benötigen, um den täglichen Gang zum Friedhof in den Sommermonaten zu vermeiden. Berücksichtigen sollten sie darüber hinaus die Lichtbedürfnisse der Pflanzen, ob diese also Schatten oder Sonne bevorzugen. Erleichterung bei der Pflege des Grabes verschafft die Bepflanzung von Grabteilen, indem die Pflanzfläche verkleinert und die restliche Fläche mit Bodendeckern, Rindenmulch oder Kies auffüllt wird. Diese Art der Gestaltung verspricht nicht nur einen verringerten Pflegeaufwand, sondern setzt auch optische Akzente.

Wie gestaltet man die Grabstätte im Frühling?

Grabpflege - Wie gestaltet man die Grabstätte im Frühling?

Der Frühling bringt die ersten blühenden Pflanzen hervor und die Natur gewinnt ihre bunte Farbe zurück. Zu jener Jahreszeit kann das Grab mit Hyazinthen, Tulpen und Hornveilchen geschmückt werden. Allerdings sind auch Stiefmütterchen, Primeln und Narzissen reich auf den Grabmälern vertreten. Eingebettet zwischen Bodendeckern wie Efeu oder Rebhuhnbeere kommen sie besonders gut zur Geltung.

Um die tägliche Pflege des Grabes zu vermeiden ist das robuste Blühwunder Dipladenia eine gute Alternative. Diese ist aufgrund ihrer Hitzebeständigkeit sehr beliebt und dafür bekannt, auch Trockenperioden folgenlos zu überstehen. Ihre rosafarbenen, roten und weißen Blüten entfalten sich auf sonnigen Grabstätten besonders gut. Auch der sogenannte Zauberschnee mit seinen vielen weißen Blüten ist sehr robust und widerstandsfähig. Die zart wirkende Pflanze blüht ab Mai bis zum ersten Frost des Jahres an sonnigen und halbschattigen Standorten.

Grabbepflanzung im Frühling - Praktische Tipps

Die beste Zeit, ein Grab neu zu bepflanzen, ist der Frühling. Spätestens jetzt sollten Angehörige die letzte winterliche Dekoration wie Kränze und Gestecke sowie die Winterabdeckung vom Grab entfernen, um den Frühblühern ausreichend Platz zum Austrieb zu ermöglichen. Halten Hinterbliebene in dieser Zeit einige Grundregeln ein, ist die Grabstätte das ganze Jahr über pflegeleicht.

Im Frühling sollten sie auf robuste und schädlingsfrei gezüchtete Frühblüher zurückgreifen. Diese besitzen Blumenzwiebeln, die bereits im Vorjahr in die Erde eingepflanzt oder als Topfpflanzen vorgezogen wurden. In Kombination mit früh blühenden Stauden setzen die Angehörigen damit die ideale Grabgestaltung um.

Um für ein aufgelockertes Grabbild zu sorgen sollten kleine, farblich abgestimmte Blumengruppen in geschwungenen Linien angeordnet werden. Darüber hinaus vergrößern Hinterbliebene das Grab optisch, wenn sie eine asymmetrische Verteilung bevorzugen. Während sich die restliche Pflanzenwelt noch im Winterschlaf befindet, erstrahlt die Grabstätte damit bereits im ersten Jahresviertel in bunten, harmonisch angeordneten Farben.

Wie gestaltet man die Grabstätte im Herbst?

Grabpflege - Wie gestaltet man die Grabstätte im Herbst?

Wenn die letzten warmen Tage des Jahres gezählt sind und das Laub von den Bäumen fällt, sollten sich Angehörige Gedanken um die richtige Herbstpflege des Grabes vor dem nahenden Wintereinbruch machen. Alle winterharten Pflanzen, die Minusgrade gut überstehen sind für die kälteren Jahreszeiten geeignet. Vor allem zu Allerheiligen schmücken Angehörige die Gräber dann mit Gestecken und anderen Arrangements. Die letzte Ruhestätte des Verstorbenen sollte allerdings nie überladen wirken.

Zwei bis drei Pflanzenarten in unterschiedlichen Farbtönen sind ausreichend, um eine klare Struktur zu schaffen. Sich wiederholende Muster an den Enden des Grabes sowie eine kreisförmige oder diagonale Pflanzenanordnung schmeicheln dem Auge. Auch Ziergräser lockern das Gesamtbild der Grabstätte auf. Sich der Bepflanzung harmonisch anschließende Bodendecker fügen sich optimal in das herbstliche Bild des Grabes ein und sind darüber hinaus äußerst pflegeleicht.

Praktische Tipps für die Grabbepflanzung im Herbst!

Grabpflege - Im Einklang mit dem farbenfrohen Herbst können Angehörige das Grab mit unterschiedlichen Blatt- und Blütenpflanzen gestalten.

Zugunsten der Angehörigen fällt zu dieser Jahreszeit aufgrund einer möglichst unkomplizierten Herbstbepflanzung und wegen der ausreichenden Regenfälle wenig Pflegeaufwand an. Auch das Düngen ist zu jener Zeit überflüssig und könnte den Pflanzen sogar Schaden zufügen. Die neue Grabbepflanzung mit Herbstblühern kann von Anfang an dicht erfolgen, da die Pflanzen in dieser Jahreszeit nicht sonderlich an Größe zulegen. Sie genießen die letzten Sonnenstrahlen sind aber widerstandsfähig bei Minusgraden.

Im Einklang mit dem farbenfrohen Herbst können Angehörige das Grab mit unterschiedlichen Blatt- und Blütenpflanzen gestalten. Beliebt sind Stiefmütterchen und Horn-Veilchen, die mit ihren Silber- und Violetttönen aber auch in rot und rosa die Farben der Jahreszeit tragen. Alpenveilchen in Weiß und Rosa bringen Abwechslung in die Rot- und Gelbschattierungen des Herbstes. Die kleinblumigen Sorten dieser Pflanze vertragen sogar Minusgrade. Beliebt sind ferner weiß-blaue Kombinationen mit dem Enzian, aber auch Chrysanthemen und die weiß- und rotfarbene Schneeheide.

Beachten sollten Angehörige allerdings, dass nicht alle Heidegewächse winterhart sind. Rahmengebend wirkt der Einsatz von Gehölzen und Blattschmuckpflanzen wie Wacholder und Berberitze.

Bevor die Hinterbliebenen jedoch die Bepflanzung vornehmen, sollten sie den humosen Boden auflockern und Kompost einarbeiten. Das Gießen wird im Herbst nur bei Bedarf vorgenommen.

Mit diesen Schritten schützt du die Grabbepflanzung für den Winter

Grabpflege - Mit diesen Schritten schützt du die Grabbepflanzung für den Winter

Im November ändert sich das Erscheinungsbild der Friedhöfe und herbstliche Spätblüher werden durch winterfeste Pflanzen ersetzt. Zunächst müssen allerdings die Herbstgewächse und das Laub auf dem Grab entfernt werden. Gehölze und Stauden benötigen Kürzungen, um den neuen Trieben das rechtzeitige Aushärten zu ermöglichen und ein Erfrieren zu vermeiden. Ein Vertreter dafür ist beispielsweise der Buchsbaum.

Das Grab kann so lange neu bepflanzt werden bis der erste Frost in den Boden eingezogen ist. Winterfeste Heidearten, das Silberblatt und das Stachelnüsschen sind mögliche Pflanzen, die teilweise noch bei milden Wintern blühen.

Vor dem ersten Frost ist es wichtig, dass die Angehörigen die Pflanzen an trockenen Tagen noch gießen. Dies trifft insbesondere auf immergrüne Gewächse zu. Ansonsten benötigt die Grabstätte im Winter kaum Pflege.

Tipps für einen winterfestes Grab!

Bei normalen Wintern kann die Bepflanzung des Grabes konventionell erfolgen und ein Abdecken ist nicht notwendig. Dies würde den Pflanzen sogar schaden und zur Fäulnis und Schimmelbildung führen. Darüber hinaus würde der wärmende Schutz zu einem frühen Trieb führen, was die Pflanze gegenüber Frost empfindlich macht.

Ist der Winter allerdings besonders intensiv und kalt wird die Abdeckung mit dicken Zweigen angeraten. Ein Schutz aus pflegeleichten, winterfesten Tannenzweigen wie die Nordmanntanne aber auch die Blaufichte, Wacholder und die Scheinzypresse machen das Grab widerstandsfähig.

Dafür werden die Äste klein geschnitten und dicht nebeneinander gelegt. Die Anordnung sollte überlappend erfolgen ähnlich wie bei Dachziegeln. Dies schützt die Pflanzen, fixiert die Zweige und hat letztlich dekorativen Effekt. Die Angehörigen sollten dabei immer darauf achten, dass noch ausreichend Luft zwischen den Schichten der Zweige zirkulieren kann.

Zur Weihnachtszeit ist es darüber hinaus üblich, das Grab mit Kränzen und Gestecken zu schmücken. Zum Einsatz kommen dabei Tannen- und Koniferengrün, Zapfen und getrocknete Fruchtstände. Auch Christrosentöpfe und Christbäume zieren das Grab in der Advents- und Weihnachtszeit. Bei stürmischen Winterwinden muss allerdings auf die Befestigung der Schalen und des Schmuckes größten Wert gelegt werden.

Wer kümmert sich um Grabpflege?

Das Gesetz gibt vor, wer nach der Beisetzung für die Pflege des Grabes verantwortlich ist. Es muss grundsätzlich der Nutzungsberechtigte  der Grabstätte, also die Person, die jene erworben hat, für deren Pflege Sorge tragen. Wenn es sich dabei um den Verstorbenen handelt übernehmen die Erben mit dem Nachlass auch das Nutzungsrecht und sind verpflichtet, das Grab in Ordnung zu halten.

Bei einer Beisetzung im Familiengrab geht der Pflegeauftrag nicht an die Erben über, sondern an den Nutzungsberechtigten der gesamten Grabstätte. Auch andere Personen können mit ihr beauftragt werden, die bereit dafür und besser dazu in der Lage sind. Über die formelle Ausführung gibt es hingegen keine einheitlichen Regelungen, sondern ist Ermessenssache der Kommunen.

In deren Friedhofssatzungen wird allerdings festgelegt, dass die Verwaltung bei der Vernachlässigung des Grabes einen Gärtner mit der Pflege beauftragen darf. Die Kosten dafür sind von den Erben beziehungsweise Nutzungsberechtigten zu tragen. Deswegen klären Angehörige am besten im Voraus, wer der Pflege regelmäßig und sorgfältig nachkommen kann. Sollte sich keine Person dafür bereit erklären, kann ein Friedhofsgärtner mit der Aufgabe betraut werden.

Was macht ein Friedhofsgärtner?

Grabpflege - Was macht ein Friedhofsgärtner?

Ein Friedhofsgärtner kümmert sich um die Pflege des Grabes, wenn die eigentlichen Verantwortlichen aufgrund persönlicher, räumlicher oder zeitlicher Gründe nicht selbst dazu in der Lage sind. So wird ohne ihr eigenes Zutun eine gepflegte und friedliche Ruhestätte für den Verstorbenen geschaffen.

Der Friedhofsgärtner befindet sich oftmals auf dem Gelände selbst, was ihm die regelmäßige Pflege vor Ort ermöglicht. Dazu gehören nicht nur die Gräber selbst, sondern auch die Bepflanzung und Erhaltung der Friedhofswege, der zugehörigen Grünflächen und der Baumbestände. Aber auch die Grabfelder anonymer Bestattungen und die Rasenflächen von Reihengräbern liegen in seiner Obhut.

Die Pflege des Grabes beinhaltet insbesondere das Gießen der Pflanzen und notwendig werdende Ausbesserungsarbeiten des Bodens. Bei seiner Arbeit berücksichtigt der Gärtner die aktuelle Jahreszeit, die Wechselbepflanzungen bedingt. Somit gelingt es ihm, ein harmonisches Friedhofsbild und eine andachtsvolle Ruhestätte für die Verstorbenen zu schaffen.

So findest du einen passenden Friedhofsgärtner!

Grabpflege - So findest du einen passenden Friedhofsgärtner

Angehörige übergeben Friedhofsgärtnern eine besonders wichtige Aufgabe, die Vertrauen erfordert: die würdevolle Pflege der Grabstätte eines nahestehenden Familienmitglieds, Bekannten oder Freundes. Er darf nicht ausschließlich sein Fach beherrschen wie Blumen pflanzen und gießen. Er muss darüber hinaus empathisch sein, Anteilnahme ausdrücken und es verstehen, auf die Wünsche und Bedürfnisse der Angehörigen einzugehen. Schließlich übergeben sie ihm die gesamte Verantwortung, eine würdevolle Erinnerungsstätte zu schaffen und zu erhalten.

Dem Friedhofsgärtner kommen also besonders kreative Aufgaben zu, die vor allem Menschen- und Fachverstand verlangen. Im persönlichen Gespräch erkennen Angehörige, ob der in Frage kommende Gärtner diesen Eigenschaften gerecht wird. Auch kann beurteilt werden, ob er in der Lage ist, die individuellen Vorstellungen der Angehörigen umzusetzen. Auf irespect können die Menschen Anbieter finden, die kompetent und zu fairen Preisen die Gestaltung des Grabes übernehmen. Persönliche Empfehlungen sind darüber hinaus gute Möglichkeiten, bereits vorab vom Erfahrungsschatz Anderer zu profitieren.

Was kostet Grabpflege?

In Abhängigkeit der in Anspruch genommenen Leistungen zur Grabpflege variieren auch deren Kosten. Der Standort, die Größe, die Art des Grabes und die Häufigkeit und Dauer der Dienstleistung sind Faktoren, die sich auf die finanziellen Beiträge auswirken. Die Pflege kleiner Gräber ist grundsätzlich preisgünstiger als die der größeren.

Für die dauerhafte Inanspruchnahme der Dienstleistungen für ein Urnengrab stellt die Friedhofsgärtnerei den Angehörigen eine jährliche Rechnung zwischen 120,- und 240,- Euro aus. Für die Pflege einer einstelligen Grabstätte zahlen Sie einen jährlichen Beitrag von 200,- bis 300,- Euro. Bis zu 350,- Euro im Jahr entstehen bei einem Doppelgrab.

In Anspruch genommene Zusatzleistungen wie die Grabsteinreinigung oder eine spezielle Bepflanzung verursachen jährliche Kosten bis zu 1.300,- Euro. Geringe Dienstleistungen, die sich auf das Wässern und die Unkrautentfernung beschränken, können Hinterbliebene bereits ab einem jährlichen Beitrag von 50,- Euro in Anspruch nehmen.

Wer muss die Grabpflegekosten tragen?

Die anfallenden Kosten rund um das Grab sind zunächst zu unterscheiden in Beerdigungskosten nach einem Erbfall und den anfallenden Kosten der Grabstätte in den Folgejahren nach der Beisetzung. Die nächsten Angehörigen bestimmen über die Art und den Ort der Beerdigung. Zur Zahlung verpflichtet ist allerdings der Erbe. Im Falle einer Erbengemeinschaft teilen sich jene die Kosten im Verhältnis ihrer Erbteile.

Sind diese nicht in der Lage, die Kosten zu tragen und ist im Nachlass kein Vermögen vorhanden treten unterhaltspflichtige Angehörige wie Eltern, Kinder oder Ehegatten dafür ein. Die laufende Pflege und Instandhaltung der Grabstätte nach der Beerdigung zählt jedoch nicht mehr zu den klassischen Bestattungskosten. Die Erben sind also nicht zwingend dazu verpflichtet, auch für die Kosten der Pflege aufzukommen. Der Eigentümer und somit der Nutzungsberechtigte eines Grabes ist auch verantwortlich für dessen Pflege und dazu verpflichtet, die finanziellen Aufwendungen dafür zu leisten.

Gehört das Eigentum an der Grabstätte in den Nachlass muss der Erbe sich um die Pflege kümmern. In jenem Fall hat der Verstorbene das Grab noch zu Lebzeiten gekauft.

Was ist eine Grabneuanlage?

Nachdem der Verstorbene beigesetzt wurde wird sein Grab zunächst nur provisorisch als Hügel hergerichtet. Dies ermöglicht der Erde, sich in den Hohlräumen um den Sarg zu setzen und zu verdichten. Ist dieses Prozedere abgeschlossen wird die erste grundlegende Arbeit als Neuanlage des Grabes bezeichnet. Verdorbene Kränze der Beisetzung werden entfernt, die Grabstätte von Unkraut und Wildwuchs bereinigt.

Der im Vorfeld mit dem Angehörigen vereinbarten Bepflanzungen und die Option zum Setzen einer Grabumrandung mit geeigneten Gehölzen wird entsprochen. Mit der Berücksichtigung der Boden-, Licht- und Klimabedingungen sorgt der Friedhofsgärtner für das optimale Wachstum der Pflanzen. Um mit diesen ein harmonisches Gesamtbild zu erzeugen achtet er auf die Zusammensetzung von Farben und Formen passend zum Grabmal.

Die Leistungen des Friedhofsgärtner erfolgen einmalig auf Wunsch, um eine ordentliche und saubere Basis für die künftige Grabpflege und -Gestaltung zu schaffen. Anschließend wird die letzte Ruhestätte in die Obhut der Angehörigen übergeben. Diese können dann künftig ihre eigenen Wünsche und Fähigkeiten zur Bepflanzung umsetzen.

Was ist eine Erstbepflanzung?

Grabpflege - Was ist eine Erstbepflanzung?

Im Gegensatz zu Urnengräbern, bei denen die Bepflanzung gleich nach der Beisetzung erfolgen kann, benötigt die Erde bei der Bestattung eines Sarges noch Zeit, um sich zu setzen. Dies nimmt ungefähr sechs bis zwölf Monate in Anspruch. Erst danach kann mit der Erstbepflanzung begonnen werden. Wurde noch kein Grabstein gesetzt, sollte das erstmalige Schmücken mit Blumen und Gewächsen allerdings provisorisch ausfallen und erst beim Eintreffen des Steins harmonisch aufeinander abgestimmt werden.

Angehörigen wird davon abgeraten, die Erstbepflanzung im Winter vorzunehmen. Vernünftiger ist das Verzieren des Grabes mit Gestecken und Reisig, wenn die kalte Jahreszeit vorherrscht. Erst im darauffolgenden Frühling ist die eigentliche Bepflanzung am sinnvollsten. Dabei sollten die Hinterbliebenen die jeweilige Friedhofsordnung kennen, die teilweise die Grabgestaltung vorschreibt. Einige Gemeinden und Städte bevorzugen das Umrahmen der Gräber durch Hecken, Begrenzungssteine zur Grabeinfassung oder Kies als Abdeckung. Auch eine hohe Artenvielfalt von Bäumen und Sträuchern kann die Friedhofssatzung vorschreiben. In Großstädten kommen Angehörige damit dem Umweltschutz und dem ökologischen Gedanken nach.

Was ist ein Grabpflegevertrag?

Grabpflegevertrag - Worauf muss ich achten?

Bereits zu Lebzeiten besteht für alle Menschen die Möglichkeit, einen sogenannten Grabpflegevertrag mit einer Friedhofsgärtnerei-Genossenschaft abzuschließen. Dieser regelt die Art, den Umfang und die Kosten der Pflege im Falle des Ablebens. Diese Variante der frühzeitigen Absicherung schützt die Hinterbliebenen vor offenen Fragen zum Begräbnis und vermeidet darüber hinaus mögliche Streitigkeiten zwischen den Erben.

Der Vertrag kann demnach detaillierte Wünsche enthalten, die die betreffende Person bereits im Vorfeld festlegt. Möchte sie nach ihrem Ableben zu einem besonderen Tag eine ausgefallene Grabgestaltung realisiert werden, so kann dies Bestandteil der Vereinbarungen sein. Für die Umsetzung der schriftlichen Festlegungen beauftragt die Genossenschaft einen Friedhofsgärtner, der im Vorfeld über die individuellen Wünsche informiert wird.

Die über die gesamte Ruhezeit auflaufenden Kosten können bereits im Vorfeld beglichen und von einer Treuhandstelle verwaltet werden. Dem Nutzungsberechtigten des Grabes garantiert dies, dass sie über die Gesamtlaufzeit keine weiteren Kosten mehr zu tragen haben. Die Erben werden also nicht zusätzlich belastet oder bereichert.

Optional können die Kosten aus dem Grabpflegevertrag auch erst nach dem Ableben bezahlt werden. In diesem Fall haften die Erben für die entstehenden Kosten.

Was ist eine Dauergrabpflege?

Die Dauergrabpflege bezeichnet den langjährigen beziehungsweise den, über die gesamte Ruhezeit hinweg andauernden, Pflegeauftrag der Grabstätte durch eine Friedhofsgärtnerei. Besonders zu empfehlen ist dies für Angehörige, die aufgrund ihrer persönlichen Verhältnisse nicht in der Lage sind, sich selbst um das Grab zu kümmern. Die Hinterbliebenen genießen dabei den Vorteil, dass die Grabstätte ohne ihr eigenes Zutun instand und in Ordnung gehalten wird. Bei ihrem Besuch können sie sich also ganz auf die Trauerbewältigung konzentrieren und lassen sich die Belastungen der intensiven Pflege abnehmen.

Für die Betreuung während der Dauergrabpflege wird eine Laufzeit festgelegt, die in der Regel zwischen 20 und 30 Jahren beträgt. Auch die Art und der Umfang der Leistung wird schriftlich vereinbart wie zum Beispiel das Ausmaß von Reinigungs- und Pflegearbeiten sowie die jahreszeitlich bedingte Grabbepflanzung. Beide Parteien sind auf der Grundlage des Vertrages abgesichert und wissen, was sie erfüllen müssen beziehungsweise verlangen dürfen. Charakteristisch bei der Bezahlung der Dauergrabpflege ist der Umstand, dass die gesamte Vertragssumme bei Vertragsbeginn an eine der Treuhandstellen in Deutschland zu zahlen ist. Diese übernimmt die Verwaltung des Geldes und legt es zinsbringend an. Der daraus gewonnene Überschuss federt die anfallenden Preissteigerungen ab, die über die gesamte Laufzeit des Vertragsverhältnisses anfallen.

Darüber hinaus kontrollieren die Treuhandstellen regelmäßig die erbrachten Leistungen der Friedhofsgärtnereien und arbeiten somit auch im Interesse der Angehörigen.

Was ist eine Einmalgrabpflege?

Im Gegensatz zur Dauergrabpflege, für die langfristig externe Hilfe beansprucht wird, ist die Einmalgrabpflege durch eine einzige Phase der Pflegeübertragung an Außenstehende gekennzeichnet. Sind Angehörige für einen längeren Zeitraum erkrankt, länger verreist oder sind aus sonstigen Gründen nicht in der Lage, die anfallenden Arbeiten selbst durchzuführen, können sie von den Dienstleistungen der Friedhofsgärtnereien Gebrauch machen. Diese übernehmen vertretungsweise alle anfallenden Aufgaben zur Pflege des Grabes wie zum Beispiel das Säubern der Grabstätte, die Grabflächenabdeckung in der kalten Jahreszeit, das Aufstellen von Pflanzenschalen und das Anbringen von saisonalen Grabschmuck. Darüber hinaus übernehmen sie auch Arbeiten wie das Ausgrasen, das Beschneiden von Hölzern, den Kanten-Nachschnitt bei Hügeln, die Erdauffüllung, das Gießen und Düngen sowie die jahreszeitlich wechselnde Bepflanzung.

Analog zur Dauer- muss auch bei der Einmalgrabpflege schriftlich und detailliert festgelegt werden, in welchem Umfang die Friedhofsgärtnerei für den Angehörigen tätig werden soll. Jener stellt somit sicher, dass er gemäß der Friedhofsatzung seinem Pflegeauftrag trotz seiner Abwesenheit nachkommt. Ferner kann er sich an dem guten Zustand des Grabes erfreuen, wenn er jenes nach dem festgelegten Vertragsablauf erneut besucht.